Geschichte

 "Die Sonne des Mittelalters ging hinter der gewaltigen Presse von Mainz unter". 

So beschrieb Victor Hugo den Beginn einer neuen Epoche, die Zeit des Buchdrucks. Auslöser dieser Medienrevolution: Der Mainzer Goldschmied Johannes Gensfleisch - Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Metall-Lettern. Gensfleisch, der sich nach seinem Geburtshaus später Gutenberg nannte, erlebte die ihm gebührende Anerkennung jedoch nicht mehr: Verarmt und blind starb er 1468 in Mainz. Die Franziskanerkirche, in der sein Grab war, gibt es nicht mehr. Am Ort seines Grabes steht heute die 1617 von den Jesuiten erbaute "Domus Universitatis", die Alte Universität.

Gutenbergs Werk machte Informationen für Menschen greifbar

Genau dort lernen die Studierenden seit dem Wintersemester 1978/79 Informationen verständlich und unterhaltsam zu vermitteln. Räumlich von der Universität getrennt, als Teil des angesehenen Instituts für Publizistik aber vollständig in den Forschungs- und Lehrbetrieb der Hochschule integriert, wird hier Journalismus in praxisnahen Lehrredaktionen vermittelt - als Wissenschaft und Handwerk.

Denn dass ihr zukünftiger Beruf auch Handwerk ist, merken die Studenten spätestens dann, wenn sie unter Zeitdruck Texte oder Filme produzieren müssen. Nicht immer hilft dabei das abgeschlossene Studium: Sich in fachfremde Materie einzuarbeiten, ist Alltag für Journalisten und deshalb auch für die Studenten.