Absolventenbefragung

Ergebnisse der Absolventenbefragung 2003

Das Journalistische Seminar der Johannes Gutenberg-Universität führte von November 2002 bis April 2003 erstmalig in der Geschichte seines Bestehens eine Absolventenbefragung durch. Dafür konnten die wissenschaftlichen Mitarbeiter auf eine valide Adress-Datei von 483 Studienabgängern, die zwischen den Jahren 1977 und 2002 in Mainz studiert haben, zurückgreifen.

Von ihnen beteiligten sich 229 Personen an der Befragung. Die sogenannte Rücklaufquote liegt somit bei 55,5 Prozent. 137 der Befragten sind Frauen, 91 Männer. Dieses Verhältnis von weiblichen und männlichen Studierenden entspricht in etwa auch der Zusammensetzung der einzelnen Jahrgänge in der Realität. Auf die Frage, ob sie tatsächlich einen Abschluss am Seminar gemacht haben, antworteten rund 80 Prozent der Teilnehmer mit "ja". Lediglich 20 Prozent haben ihr Studium vorzeitig abgebrochen. Als Grund dafür nennt die Mehrheit (88 Prozent) den vorzeitigen Berufseinstieg.

Überhaupt fiel der Einstieg in Beruf den Absolventen aller Abschluss-Jahrgänge des Journalistischen Seminars leicht. 67 Prozent der Befragten erhielt bereits vor der Diplom-Prüfung eine feste Zusage für die erste festangestellte oder freie Tätigkeit im Journalismus. Knapp 25 Prozent bekam kurz nach dem Examen bzw. spätestens bis zu einem halben Jahr danach Bescheid. Die wenigsten (3 Prozent) warteten über ein Jahr auf eine Zusage.

Wo aber landen die Absolventen des Journalistischen Seminars schließlich? Schaubild 1 zeigt die Verteilung auf die typischen Berufsfelder.

Im Vergleich zu anderen Journalistik-Studiengängen führt die Ausbildung am Journalistischen Seminar besonders häufig in im engeren Sinne journalistische Berufsfelder bei Presse und Rundfunk: Tabelle 3.

Nun gibt es im Journalismus unterschiedliche Formen der Erwerbstätigkeit: manche arbeiten frei, andere sind festangestellt. Mit dem Antritt ihrer ersten Stelle gelang rund 40 Prozent der Befragten der Sprung in eine der begehrten Festanstellungen. Rund 25 Prozent arbeiteten als feste Freie bzw. Pauschalisten, 35 Prozent begannen zunächst als freie Mitarbeiter.

Den Kontakt zu ihrem ersten Arbeitgeber knüpfte mehr als zwei Drittel der Befragten über Empfehlungen des Journalistischen Seminars oder über Praktika, die sie in den Semesterferien belegen müssen und die ein fester Bestandteil des Studiums sind.

Schaubild 2 zeigt, welche Wege für die Absolventen des Journalistischen Seminars bei Ihrer ersten Stellensuche zum Erfolg führten.

Wie empfanden aber die Studierenden ihre zweijährige Zeit in Mainz? Würden sie, wenn sie die Zeit zurückdrehen könnten, wieder am Journalistischen Seminar studieren? Danach gefragt, geben 135 der Befragten an, dass sie, wenn sie erneut die Entscheidung treffen müssten, auf jeden Fall wieder in Mainz studieren würden. Nur sieben, würden auf gar keinen Fall wieder nach Mainz gehen. Die restlichen 87 würden eventuell wieder in Mainz studieren.

Schaubild 3 verdeutlicht die Aussagen.

Die Noten in Tabelle 1, die das Journalistische Seminar rückblickend von den Teilnehmern der Befragung erhält, bestätigen die überwiegend positiven Erinnerungen.

Schließlich wurden die Teilnehmer der Absolventenbefragung gebeten, zu beurteilen, ob sie ihr Studium am Journalistischen Seminar ihrer Meinung nach ausreichend auf ihre spätere journalistische Tätigkeit vorbereitet hat. Auch hier bestätigt die Mehrheit (über 70 Prozent) erneut die Berufsbezogenheit der Ausbildung in Mainz. Nur zwei Prozent empfand das Studium offenbar als nicht zeitgemäß. Das zeigt Tabelle 2.