Markus Reuter

sieht die Aufgabe von Journalismus und Medien, Wissenschaft und Kunst in einer kritischen Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Welt, der Reflektion auf ihre historischen Entwicklungslinien und der Beschäftigung mit Wegen in eine zukunftsfähige Gesellschaft. Ihre Verantwortung liegt in der Mitwirkung an einer demokratischen Meinungs- und Willensbildung der Zivilgesellschaft. Zur Orientierung bei diesem emanzipatorischen Projekt kann die Suche nach Antworten auf die ständig zu aktualisierenden philosophischen Grundfragen Kants dienen: was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?

In die Welt der (Print-)Medien ist Markus Reuter über eine Ausbildung zum Verlagskaufmann und anschließender Anstellung bei einem mittelständischen Kölner Fachverlag eingestiegen. Zu den audiovisuellen Medien ging es für ihn weiter durch Praktika bei den „News am Morgen“ (RTL) und in der Eventredaktion des ZDF. An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studierte er anschließend Filmwissenschaft, Publizistik und Philosophie. Zwei Auslandssemester an der Jagiellonen-Universität in Krakau und der Karls-Universität in Prag führten ihn nach Mittel- und Osteuropa. Seine Arbeit als Programmkoordinator für das goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden begann er vor dem Ende seines Studiums, woraufhin er dem Festival lange Jahre in gleicher Funktion treu blieb – zunächst als Volontär, später als freiberuflicher Vermittler von Filmkultur. In Publikationen und Vorträgen geht Herr Reuter ebenso seinem Interesse an gesellschaftspolitischen und ästhetischen Fragestellungen nach wie bei gelegentlichen Moderationen für das Reflecta-Filmfestival. Seit 2016 widmet er sich unter dem Arbeitstitel „Auf der Suche nach dem besseren Leben – Utopische Impulse filmischer Ästhetik als Alternative zum neoliberalen Logos“ seiner filmwissenschaftlichen Promotion.

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Journalistischen Seminar sieht Markus Reuter seine Aufgabe und Verantwortung zum einen darin, sich als Studienmanager um die Belange der Studierenden des Beifachs „Audiovisuelles Publizieren“ zu sorgen und zum anderen, in Lehrveranstaltungen zu fiktionalen und dokumentarischen filmischen Formen nach Erkenntnissen über das Wesen der Welt, der Stellung des Individuums in der Gesellschaft und der Rolle der audiovisuellen Medien in diesen Zusammenhängen zu forschen.