Manager und Journalisten

13. September 2010, 19.30 Uhr, Presseclub Mainz:

Manager und Journalisten - Zum Zustand von Medien und Wirtschaft
Professor Manfred Harnischfeger

Das Spannungsfeld zwischen Medien und Wirtschaft war schon immer gegeben – insbesondere zwischen Journalisten und den tatsächlichen oder vermeintlichen Kollegen in den Pressestellen sowie Abteilungen für Öffentlichkeitsarbeit. Von dem Verhältnis Journalisten gegenüber Unternehmern ganz zu schweigen. Damit nicht genug: Die internationalen Finanzmärkte und deren Verflechtung mit den börsennotierten Unternehmen hat zu weiteren Spannungen, bisweilen sogar Abhängigkeiten geführt. Ein weiterer Faktor: die Globalisierung – was heute irgendwo bekannt wird, weiß die Welt in Minuten, teils sogar in Sekunden. Dadurch haben sich auch die Medien in ihren Verhaltensweisen geändert. Dies wiederum wirkt sich auf das Verhalten von “Mitspielern” im Unternehmensgeschehen aus. Selbst Staatsanwaltschaften orientieren sich heute mehr als früher am medialen Trend. Nicht ohne Folgen für die “Angeklagten”, oftmals nicht ohne Vorverurteilung.

Dieses aktuelle und interessante Themenfeld beleuchtet einer, der es wissen muss: Manfred Harnischfeger. Als früherer Kommunikationschef der Deutsche Post DHL hat er die Affäre um die Demission seines Vorstandsvorsitzenden, Klaus Zumwinkel, hautnah erlebt.

Harnischfeger, gelernter Journalist, war zwischen 1965 und 1968 Redakteur der Allgemeinen Zeitung Mainz. Dann wechselte er die Seite des Schreibtisches. Kommunikationschef war Harnischfeger auch bei Bertelsmann. Den privaten Rundfunk in Deutschland hat er mitbegründet. Gegenwärtig ist Harnischfeger selbstständiger Kommunikationsberater und Kulturmanager. An der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg besitzt er eine Professur am Institut für Kultur- und Medienmanagement. Die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) wählte ihn 2009 zum “PR-Kopf des Jahres”.

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