"Mainzer Stattansichten"

Hier können sich Internetnutzer ein etwas anderes Bild von der Domstadt am Rhein machen. Studierende des Journalistischen Seminars der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stellen auf der selbstgestalteten Internetseite MAINZER STATTANSICHTEN Menschen, Orte und Sichtweisen jenseits der gängigen Mainz-Bilder vor. Die lokalen Berichte, Film- und Audiobeiträge sind das Ergebnis der ersten crossmedialen Lehrredaktion des Journalistischen Seminars.

Wie viele Medienhäuser im ganzen Land beschäftigen sich auch die angehenden Absolventen des Masterstudiengangs Journalismus intensiv mit den veränderten Mediennutzungsgewohnheiten und den Neuen Medien. "Die erste Print/Online-Lehrredaktion im Sommersemester 2009 war auch der Versuch, mit dem journalistischen Hintergrundwissen, das sich die Studierenden in den vorvergangenen Semestern angeeignet haben, Themen multimedial aufzubereiten, dadurch die Kenntnisse zu vertiefen und Ideen zu entwickeln, auf die so manche Redaktion gern gekommen wäre", beschreibt Professor Dr. Volker Wolff, Dekan des Fachbereichs Sozialwissenschaften, Medien und Sport der Universität Mainz und Leiter des Journalistischen Seminars, den Anspruch des neuen Lehrangebots.

Auf ihrer Homepage zeigen die Studierenden neben klassischen Printtexten auch Videoclips und neue multimediale Anwendungen wie Mikis und Diaslideshows. Es gibt Filme über Sportvereine aus Mainz, die bislang im Schatten des Fußball-Erstligisten Mainz 05 agierten. Und wer weiß, dass Mainz mehrmalige Weltmeisterinnen im Kunstradfahren hat? Außerdem haben sich die Studierenden beim Europacupsieger MCG Mainz zeigen lassen, wie man mit einem Schlag beim Minigolf einlocht, sie waren der Mainzer Musikszene auf der Spur und entdeckten die Verbindung zwischen der pittoresken Alt- und der gesichtslosen Neustadt.

Mit der Lehrredaktion Print/Online möchte Prof. Volker Wolff die Studierenden noch besser auf den veränderten Arbeitsmarkt für Journalisten vorbereiten: "Je breiter die Ausbildung, je fundierter die Kenntnisse in Print, Online, Hörfunk und Fernsehen, desto größer die Chancen, auch in Zukunft als Journalist Geld verdienen zu können." Betreut wurden die Studierenden von den Dozentinnen Sabine Kieslich und Ulrike Trampus. Gastdozenten, die etwa beim ZDF im Bereich Videojournalismus, bei Internet-Agenturen oder bei der Zeitung DIE WELT arbeiten, brachten ihre Praxiserfahrung in das Seminar ein.