Podium Zeitungskrise

Kahlschläge im Blätterwald:
Welche Zukunft hat die Zeitung in der digitalen Welt?

Eine Veranstaltung des Journalistinnenbunds (www.journalistinnen.de) in Kooperation mit dem Journalistischen Seminar

Mit: Annette Milz, Chefredakteurin von „medium magazin“, Diemut Roether, verantwortliche Redakteurin von epd Medien und
Ulrike Trampus, Chefredakteurin der Ludwigsburger Kreiszeitung

Dienstag, 10. November 2009, 19 Uhr, im Studio des Journalistischen Seminars der Uni Mainz, Alte Universitätsstr. 17

Ab 18.30 Uhr stellt der Geschäftsführende Leiter, Prof. Dr. Karl Nikolaus Renner, für Interessierte das Journalistische Seminar und sein Studienprogramm vor.
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Mit dem Siegeszug des Internets ist die Geschäftsgrundlage des Zeitungsmarkts ins Wanken geraten. Seit Ende der Neunzigerjahre sank die Zahl der verkaufen Zeitungen um fast 20 Prozent, Leser und Werbekunden wanderten ins World Wide Web ab. Dort bieten die Zeitungen ihre Artikel jetzt gratis feil. Inzwischen wird das Geld knapp, Verlage legen Redaktionen zusammen und bauen im großen Stil journalistisches Personal ab. Aus den USA kommen echte Hiobsbotschaften: Große Zeitungshäuser meldeten Insolvenz an, traditionsreiche Blätter gingen ein oder wanderten ganz ins Netz. Ist die Situation auf dem deutschen Zeitungsmarkt vergleichbar? Müssen wir auch hier von einer „Zeitungskrise“ sprechen, die möglicherweise nur heimlicher daherkommt?

Wir freuen uns, drei profilierte Journalistinnen und Kennerinnen der Medienlandschaft zu diesen Fragen für ein Podium gewonnen zu haben. Mit ihnen wollen wir den tiefgreifenden Wandel, der der Medienlandschaft attestiert wird, konkreter fassen und herausfinden, welche Trends und Geschäftsmodelle sich hierzulande abzeichnen. Welche redaktionellen Konzepte weisen in die Zukunft und inwieweit greifen sie veränderte Lesegewohnheiten auf? Und: Welche Lösungswege sind geeignet, journalistische Qualität zu wahren und sie – offline wie online – an die Frau und an den Mann zu bringen?